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Internet, 15. September 2005: Video von Kirchhofs vier Töchtern aufgetaucht
Unterhaltsames kursiert wieder im Web. Heute hat uns folgendes Video von Merkels Redenberater erreicht.
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Nürnberg, 14. September: "Angela? Nein Danke" bei Stoiber. Kleiner Erlebnisbericht aus dem Wahlkampf.
Obwohl im Sakko gewandet, werde ich dank "Angela? Nein Danke T-Shirt" drunter und Button am Revers im Abstand von 50 Metern gleich zweimal gefilzt. Ausweiskontrolle inklusive Leibesvisitation ertrage ich lächelnd. Selbst meine Visitenkarten sind verdächtig. Bei der zweiten Visitation muss die dabeistehende Polizeikollegin auch schon wegen des Übereifers ihres Kollegen grinsen.
Der Polizeieinsatz ist mindestens doppelt so groß wie bei Fischer und Merkel, dabei sind viel weniger Zuhörer als bei den andern beiden da.
Günther Beckstein erläutert auch gleich, dass der gesamte Platz mit Video überwacht wird und die anwesenden Straftäter auf jeden Fall erwischt werden. So bekommt man Beifall in rechten Kreisen.
Kaum verteilen wir ein paar Aufkleber umringen uns schwarz gekleidete Sheriffs. Die Video-Kameras der Polizisten laufen bei mir sogar im 50 cm Abstand, das sind schon Erkennungsdienstliche Maßnahmen. Die sollten mal Zeitung lesen, dann wüßten sie wer wir sind. Bei so viel Aufdringlichkeit hilft nur noch eine List. Einer Reporterin empfehle ich deutlich vernehmbar ein Photo zu machen. Das ist doch ein schönes Bild, wenn gering qualifizierte dank CSU einen Job (bei den schwarzen Sherrifs) finden. Die Jungs fühlen sich irgendwie angesprochen und entfernen sich sehr schnell.
Stoiber ist noch schlechter als Merkel, da haben wir ihn deutlich überschätzt. Die Wahl am 18. Juli und weitere Verbalaussetzer sind schon nicht mehr lustig, man bekommt langsam Mitleid.
Was gewaltig zum Himmel stinkt sind Widersprüche wie: "Deutschland ist die schwächste Volkswirtschaft Europas" - und ca. 10 Minuten später - "Wir haben ein der stärksten Volkswirtschaften in der Welt."
Am Ende wird Wolfgang aus Fürth vom bayerischen Rundfunk interviewt. Die Reporterin fordert ihn vor dem Interview auf den "Angela? Nein Danke Aufkleber" von der Brusttasche seines Hemdes zu entfernen. Das kann man doch überblenden beim BR wie Schweißflecken..., selbst die Tagesthemen und das ARD Nachtmagazin hat schon Leute mit "Angela? Nein Danke" Buttons beim Interview gesendet.
Im Anschluss gehen wir zu Claudia Roth von den Grünen, die kommt ohne Polizei und mit viel Offenheit. Schon als sie mich erblickt mit dem "Angela? Nein Danke" T-Shirt kommt sie auf mich zu und ich darf ihr gleich einen Ehren-Button anstecken.
Während ihrer Rede bestellt sie locker ein Bier, damit die Stimme geölt werden kann und zündet ein Feuerwerk der Gründe warum grüne Politik in die Regierung gehört. Das war sehr überzeugend. Sie hätte das Publikum von Stoiber verdient gehabt.
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